Sixtant 8008 / Syncron Plus

 

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Der Sixtant 8008 kam 1973 auf den Markt. Er wurde von den Braun Designern Rams, Seiffert und Obernheim entworfen in den Gehäusefarben schwarz und braun. Ihn gab es in 2 Versionen, die frühe mit geteilter Anschlussplatine ( Voltzahl 220 / 110 steht auf dem Drehknopf ), die spätere mit durchgehender Anschlussplatine ( Voltzahl 220 / 110 steht auf dem Gehäuse ). Die Gehäuseschalen der beiden Versionen sind nicht miteinander kompatibel. Hier wurden die Sparmaßnahmen sichtbar. So waren hier, zumindest bei den späteren Versionen des 8008, keine Messingbuchsen mehr verbaut ( Eingepresst ) welche die Gehäuseschalen mit metrischen Schrauben verbanden, sondern die Schrauben wurden mit selbstschneidenden Gewinden direkt in das Plastik getrieben. Da Plastik im Alter spröde wird, rissen die Gewindelöcher mitunter aus und hielten die Gehäuseschalen nicht mehr zusammen. Weiterhin brechen die Motorhalterungen gerne ab oder splissen auf und halten den Motor nicht mehr, der Rasierer klappert dann. Hier schneide ich die Enden von einem 8 mm Dübel ab und stülpe diese über die aufgesplisste Motorhalterung, so hält der Motor wieder. Ein weiteres großes Problem des 8008 ist der Scherkopfrahmen mit dem schwarzen Kunststoffplättchen welches die beiden Messer des Langhaarschneiders hält. Die Wandung dieses Plättchens ist zu dünn, so reissen die Schrauben aus und das obere Messer hält nicht mehr. Kann man im Anfangsstadium noch kleben, bricht die Ecke komplett aus, kann man nur den kompletten Scherkopfrahmen austauschen. Gerne schlägt auch das Klingenblocklager aus, dann wird der Rasierer laut. Die Moosgummidichtung sollte man regelmäßig auswechseln, damit der Dreck nicht nach innen ins Gehäuse fällt. Der 8008 gehört zu einem der beliebtesten Rasierer und ist noch heute in vielen Badezimmern vertreten. Er wurde über 10 Millionen mal gebaut und war ein echter Verkaufserfolg.

Hier zu sehen ein megaseltenes Exemplar des Sixtant 8008. Es handelt sich hier um ein Modell im transparenten Plexiglasgehäuse welches die Technik des Schwingankermotors von vorne zeigt. Dieses Modell kam nie in den Handel. Das gezeigte Modell ist neu und unbenutzt. Es ist die 1. Version mit geteilter Anschlussplatine.

... und hier von hinten.

Der Sixtant 8008 in der Gehäusefarbe schwarz in der edlen Geschenkbox mit Tasche aus schwerem Echtleder und Wandhalterung.

Der Sixtant 8008 in der Gehäusefarbe braun in der Geschenkbox.

Und hier als schwarze Variante 8008 S im Hartschalenetui mit Innenspiegel und grauem Samt ausgekleidet.

Der Syncron Plus ist mit dem Sixtant 8008 identisch, es ist nur eine Ausstattungsvariante im Etui mit grünem Samt anstatt grau oder curryfarben wie beim 8008, weiterhin ist am Gehäuse hinten nicht die 8008 Prägung zu finden und er hat die Nummer 5381 und nicht 5383 wie 8008.

Syncron Plus und Sixtant 8008 von vorne ...

... und von hinten. Links im Bild der 8008 mit Prägung unten zwischen den beiden unteren Gehäuseschrauben, rechts der Syncron Plus ohne Sixtant 8008 Prägung.

Auch hier ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, als Service in Deutschland noch ganz groß geschrieben wurde. Es handelt sich hier um einen Service Rasierer welche an Elektrogeschäfte ausgegeben wurde. Dort konnte man sich dann rasieren und den Rasierer testen. Oder wenn das eigene Gerät in der Reparatur war, bekam man es für diese Zeit geliehen. Da man diese Rasierer nicht kaufen konnte, sind sie heute bei Sammlern sehr begehrt, insbesondere wenn sie unbenutzt sind wie der hier abgebildete.

So sieht ein Sixtant 8008 aus wenn die die Gehäusedichtung defekt ist und der Dreck nach innen fällt und das Gerät viele Jahre genutzt wird. Hier ist  beim Öffnen schon der meiste Dreck rausgefallen, man sah überhaupt keinen Motor mehr. Aber der Rasierer lief immer noch !!! Das spricht für die Qualität.

Zeitgenössische Sixtant 8008 Werbungen.

Hier im Bild die original Scherfolien 383 für den Sixtant 8008 und den Intercontinental in den Verkaufsverpackungen wie sie von Braun in den Handel kamen. Ganz rechts sogar als Kombipack mit Klingenblock.

Und hier zu sehen links in Bild eine Nachfertigung in einer verschweißten Klarsichtfolie und rechts im Bild zu sehen eine dreiste Fälschung aus der Türkei in einer Braun Verpackung. Diese kam von Braun nie in einer solchen Verpackung in den Nandel.