Braun Sixtant SM 31

Der SM 31 kam 1962 auf den Markt. Er war der erste Braun Rasierer mit einem wirklich zufriedenstellenden Rasurergebnis.  Dies lag an der neu entwickelten Scherfolie mit den sechseckigen Löchern ( Daher der Name Sixtant ) welche nun nicht mehr wie bisher gestanzt wurden, sondern auf chemisch - galvanoplastischem Wege hergestellt und mit einer dünnen Platinschicht überzogen wurde. Diese Scherfolie war aus dünnerem Blech gefertigt, so das das Messer näher an die Haut kam und die Rasur sehr gründlich war. Die Platinschicht ermöglichte ein sanftes Gleiten über die Haut und verringerte Hautreizungen. Zudem konnte man diese Scherfolie nun einclipsen, bei den Vorgängermodellen wurde sie noch verschraubt. Braun war vom dem Sixtant so überzeugt und gab eine Garantie von 3 Jahren, anstatt der bis dato üblichen 6 Monate. Der Sixtant SM 31 wurde als der " Weltweit konstruktiv beste und formal edelste Rasierer " der 60 ziger Jahre bezeichnet. Ein Gerät gemacht für die Ewigkeit, das Summen des sonoren Schwingankermotors, ein Hochgenuss für das Ohr. man wünscht sich das es schnell wieder Morgen wird und die Rasur von neuem beginnen kann. Auch die Ersatzteillage ist noch recht gut. Einer meiner Geheimtips. Das Foto hier zeigt die 3 Sondermodelle des SM31, den Ralley Color welche erst 1971 auf den Markt kamen.

Braun Sixtant SM 31

Das Foto zeigt 2 Modelle des Sixtant SM 31 welche noch bis in die 80 ziger Jahre in russischer Lizenz unter den Namen Mockba und Mikma produziert wurden. Diese waren aber nicht so wertig produziert wie der Braun SM 31 und ausser der Scherfolie passt auch nichts auf den Braun.

Der Sixtant SM 31 in der eleganten Spiegelcassette mit braunem Samt ausgeschlagen... 

...und in der Spiegelcassette mit cremefarbenem Samt.

... oder in der praktischen Wandhalterung.

Hier ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, wo Service in Deutschland noch ganz groß geschrieben wurde.  Es handelt sich hier um einen Service Rasierer welcher an Elektrogeschäfte ausgegeben wurde. Dort konnte man sich dann rasieren und das Gerät testen. Oder wenn der eigene Rasierer in der Reparatur war und es länger dauerte, bekam man es für diese Zeit geliehen. Solche unverkäuflichen Servicerasierer konnte man nicht kaufen, sie sind deshalb heute sehr begehrt bei Sammlern.









































Die etwas ungewöhnliche Verkaufsverpackung des Sixtant Color Rallye welche eher an eine Rohrbombe erinnert.


















































Zeitgenössische Sixtant Werbungen.

Hier zu sehen die original Scherfolien 330 für den Sixtant SM 31 und den Sixtant S in den Verkaufsverpackungen wie sie von Braun in den Handel kamen. Ganz unten eine sehr frühe Verpackung im knicksicheren Behältnis, hier ist keine Nummer 330 zu sehen, hier steht noch " Platin veredelt ". 

Und hier zu sehen links im Bild eine Scherfolie aus Fernost und rechts im Bild eine dreiste Fälschung aus der Türkei. Diese kam von Braun so nie in den Handel.